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Dietrich Buxtehude

 

Buxtehude ist zwischen Schütz und Bach der wichtigste deutsche Komponist und der beste Repräsentant der damals in voller Blüte stehenden deutsch-dänischen Musikkultur an der Ostsee. [...] Während die Kompositionen auf lateinische Texte nach Form und Ausdruck in der Tradition der italienischen Motetten stehen (Carissimi), haben die geistlichen Kompositionen auf deutsche Texte einen eigenen, unverwechselbaren Charakter: sie schließen sich an Schütz an, in den biblischen Konzerten durch die Kraft des Wortes [...] in den beeindruckendsten Choralkantaten [...] sanften Einfachheit und Lyrik der Arien und der Liedkantaten. (Honegger/Massenkeil)

 

Dietrich (auch Dieterich) Buxtehude um 1637 - 1707, „Enkel“-Schüler von Heinrich Schütz - Schüler von Johann Theile
um 1637 Oldesloe (Holstein) (Helsingborg oder Helsingør)

Besuch der Lateinschule Helsingør, musikalische Ausbildung vom Vater Johannes

Lübeck
1656/58 wurde er Organist der St. Marienkirche Helsingborg an der sein Vater früher wirke
1660 Rückkehr nach Helsingør: Organist an der St. Marienkirche (deutschsprachige Gemeinde)
11.4. 1668 als Nachfolger Franz Tunders Organist an St. Marien Lübeck, einer der wichtigsten Kirchen Noddeutschlands

gleichzeitig ernannte man ihn zum Werkmeister (Sekretär, Schatzmeister und Verwaltungsbeamter der Kirche)

übernahm die Konzertreihen Tunders und baute sie aus, indem er sie auf bestimmte Sonntage des Kirchenjahres legte

Abendmusiken sind nicht überliefert, außer Kantatenfolge Das jüngste Gericht

machte Lübeck zum Hauptanziehungspunkt für das musikalische Nordeuropa, bekam Beinamen Magier des Nordens

Bewunderer und häufige Gäste waren u.a. Georg Friedrich Händel, Johann Sebstian Bach, Johann Mattheson und Georg Philipp Telemann

23.7.1668 wurde Buxtehude Lübecker Bürger
3.8.1668 Heirat mit Anna Margarethe Tunder, jüngste Tochter seines Vorgängers, (könnte Bedingung für die Anstellung gewesen sein)

aus dieser Ehe gingen sieben Töchter hervor

1673 Freundschaft mit Johann Theile, steuerte ihm ein Gedicht für seine Matthäuspassion bei, unterstützte ihn fiananziell bei Veröffentlichungen
1678 begann er mit Aufführungen geistlicher dramatischer Werke, die 1688 vom Hamburger Librettisten Hinrich Elmenhorst als „opernartig“ beschrieben wurden
1702 erschienen Gedichte Buxtehundes in Harmonologia musica von A. Weckmeister, er vermittelte viele Orgelwerke Buxtehudes an Johann Georg Walther
9. Mai 1707 Lübeck