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Kurs für Vokal- und Instrumentalensemble

 

Kurs für Gesang & Kammerchor, Zink, Posaune & Bläserensemble
Musica poetica
Werke der beiden Jubilare Carlo Gesualdo und Johann Andreas Herbst
Dozenten: Arno Paduch - Zink Franz Vitzthum - Gesang Donnerstag, 8. September - Sonntag, 11. September 2016 „Weißes Roß“, Crossen/Elster

 

Im Zentrum des diesjährigen Kurses steht Vokal- und Instrumentalmusik der beiden Jubilare Johann Andreas Herbst (1558-1666) und Don Carlo Gesualdo (1566-1613) und ihres Umfeldes. Beide Komponisten hatten entscheidenden Einfluss auf die Musik des 17. Jahrhunderts. Johann Andreas Herbst durch die Adaption venezianischer Stilmodelle in seine eigene Werke und die Übernahme italienischer Gesangstechniken, die er in einem wegweisenden Traktat für deutsche Musiker erläuterte und Gesualdo durch die Übernahme von expressiven Stilmittel des Madrigals in sein Motettenschaffen. Dieser Kurs wendet sich an Sänger und Instrumentalisten, die sich mit der Sololiteratur und Aufführungspraxis um 1600 vertraut machen wollen und Freude am gemeinsamen Musizieren haben.
Die Kernzeiten der Proben und des Unterrichts liegen zwischen 10 und 20 Uhr. Kursteilnehmer aus dem Raum Leipzig/Halle/Merseburg können somit zu Hause übernachten und täglich mit dem Regionalzug an- und abreisen.
Heinrich Schütz (1585 – 1672), der bedeutendste deutsche Musiker jener Zeit, wurde am 8. Oktober 1585 in Köstritz, „eine Meile Weges von Gera“ entfernt, geboren. Sein Geburtshaus ist seit 30 Jahren „Forschungs- und Gedenkstätte“ und seit 1991 Sitz der Schütz-Akademie e.V. Das Haus beherbergt eine Dauerausstellung zu Leben, Werk sowie dem zeitlichen Umfeld des kurfürstlich-sächsischen Hofkapellmeisters.
Welche Werke erarbeitet werden, richtet sich nach den eingegangenen Anmeldungen.

 

Anmeldeschluss ist am 12. August 2016.

 

Teilnehmer

 

Studenten (Gesang, Kirchenmusik, Alte Musik), semiprofessionelle Sänger/Musiker mit Einzelunterricht und Konzerterfahrung, langjährige Chorsänger mit Erfahrung in kleinbesetzten Vokalgruppen (max. 2 bis 3 Personen pro Stimme). Gerne geschlossene Ensembles. Voraussetzung ist sicheres Vom-Blatt-Singen bzw. Spielen. Niemand wird unter- oder überfordert. Jeder wird auf seinem Niveau abgeholt und entsprechend seiner Leistungsfähigkeit gefordert.

 

Instrumentarium (a' = 440 Hz)

 

Instrumentarium (440 Hz, Temperierung mitteltönig): Zinken, Posaunen, Dulziane, Instrumente der Geigen- und Gambenfamilien, gerne auch Zupfinstrumente (Lauteninstrumente oder Harfe) für den B.c. Gerne geschlossene Ensembles. Eine Continuo-Orgel und ein Virginal sind vorhanden, Orgel- bzw. Cembalostudenten, die sich als Sänger anmelden, können bei einzelnen Stücken den b.c. auf der Orgel übernehmen.
Leihinstrumente stehen begrenzt (auf Anfrage) zur Verfügung.

 

Zeitplanung

 

Donnerstag, 8. September 2016
19.00 Uhr Abendessen im "Weißes Roß" Crossen

Freitag, 9. September 2016
Einzel- und Ensembleunterricht

Samstag, 10. September 2016
Einzel- und Ensembleunterricht

Sonntag, 11. September 2016
16.00 Uhr Abschlußkonzert der Teilnehmer

 

Dozenten

 

Arno Paduch - Zink (Zinkenist und Dirigent) studierte zunächst Musikwissenschaft in Frankfurt am Main und anschließend Zink und historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Baseliensis in Basel. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Ensembles für Alte Musik in Deutschland und dem europäischen Ausland, wirkt bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für verschiedene deutsche und europäische Sendeanstalten mit und hat mittlerweile an über 80 CD-Produktionen teilgenommen. Seit 1992 ist er Dozent für Zink und Ensemblemusik an der Abteilung für Alte Musik der Musikhochschule in Leipzig. Dort gründete der 1995 das Johann Rosenmüller Ensemble, das inzwischen den Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit bildet.

 

Franz Vitzthum - Gesang erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Hermann Max, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen. Desweiteren hat er bei diversen Opern- und Oratorienproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Jephta und Solomon (Händel), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und zuletzt in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen. Franz Vitzthum ist auch vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, der Zitherspielerin Gertrud Wittkowsky, dem Capricornus Consort Basel und singt mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.
Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie wider, die laufend erweitert wird. Nach seinen ersten CDs „Ich will in Friede fahren” und „Himmels-Lieder”, die von der Fachpresse einhellig gelobt wurden, erscheint in diesen Tagen „Luthers Laute” als jüngste Zusammenarbeit mit Julian Behr.