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Kurs für Vokal- und Instrumentalensemble

 

Deutsche und italienische Vokal- und Instrumentalmusik des 16./17. Jahrhunderts

Felix Austria – Heinrich Schütz und Österreich
Werke aus den Cantiones Sacrae von Heinrich Schütz sowie von Blasius Amon, Lambert de Sayve, Christoph Strauss u.a.

Kurs für Sänger und Instrumentalisten

Dozenten: Arno Paduch - Zink / Gesamtleitung
Jürgen Banholzer - Gesang / Kammerchor
Tom Werzner – Continuo-Begleitung (angefragt)

Donnerstag, 10. September - Sonntag, 13. September 2026

„Weißes Roß“, Crossen/Elster 

 

Im Zentrum des diesjährigen Kurses steht Musik der Schütz-Zeit aus dem Herrschaftsgebiet der Habsburger. Neben Werken der kaiserlichen Hofmusiker Lambert de Sayve und Christoph Strauss und des Blasius Amon, Musiker am Hof des Erzherzogs Maximilian von Tirol werden auch Werke aus den Cantiones Sacrae (1625) von Heinrich Schütz erarbeitet, die er dem kaiserlichen Hofrat Hans Ulrich von Eggenberg (1568-1634) gewidmet hat.

Die Sänger werden sowohl im Chor als auch – wer dies möchte – in kleineren Ensembles bzw. solistisch eingesetzt. Wer gerne im Ensemble solistisch singen möchte, möge dies bitte auf der Anmeldung vermerken. Besonders willkommen sind Anmeldungen von kleinen (solistisch besetzten) Vokalensembles, die Hilfestellungen bei der Erarbeitung einzelner Motetten oder Madrigale bekommen wollen (Ensembleklang, Intonation, musikalische Gestaltung).

Die Kernzeiten der Proben und des Unterrichts liegen zwischen 10 und 20 Uhr. Kursteilnehmer aus dem Raum Leipzig / Halle / Merseburg können somit zu Hause übernachten und täglich mit dem Regionalzug an- und abreisen.

Welche Werke erarbeitet werden, richtet sich nach den eingegangenen Anmeldungen.

Nach Anmeldeschluss (14. August 2026) erhalten Sie Ihre Anmeldebestätigung sowie Notenmaterial und weitere Kursinformationen.

 

Anmeldeschluss ist am 14. August 2026.

 

Kursinhalt

Zielgruppe: Sänger/Musiker mit Einzelunterricht und Konzerterfahrung, langjährige Chorsänger mit Erfahrung in kleinbesetzten Vokalgruppen (max. 2 – 3 Personen pro Stimme), gerne bestehende Ensembles. Vom-Blatt-Singen zu können ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Die Dozenten bemühen sich, keinen Kursteilnehmer zu unter- oder zu überfordern. Jeder wird auf seinem Niveau abgeholt und entsprechend seiner Leistungsfähigkeit gefördert.

In der Regel werden die Noten 14 Tage vor Kursbeginn verschickt.

 

Instrumentarium (a' = 440 Hz)

 

Instrumentarium (440 Hz, Temperierung mitteltönig): Zinken, Posaunen, Dulziane, Instrumente der Geigen- und Gambenfamilien, gerne auch Zupfinstrumente (Lauteninstrumente oder Harfe) für den B.c. Gerne geschlossene Ensembles. Eine Continuo-Orgel und ein Spinett sind vorhanden, Orgel- bzw. Cembalostudenten, die sich als Sänger anmelden, können bei einzelnen Stücken den b.c. auf der Orgel übernehmen.
Leihinstrumente stehen begrenzt (auf Anfrage) zur Verfügung.

 

Zeitplanung

 

Donnerstag, 10. September 2026
19.00 Uhr Abendessen im "Weißes Roß" Crossen, anschließend Ensemble-Probe

Freitag, 11. September 2026
Einzel- und Ensembleunterricht

Samstag, 12. September 2026
Einzel- und Ensembleunterricht

Sonntag, 13. September 2026
16.00 Uhr Abschlußkonzert der Teilnehmer

 

Dozenten

 

Arno Paduch - Zink studierte zunächst Musikwissenschaft in Frankfurt am Main und anschließend Zink und historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Baseliensis. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Ensembles für Alte Musik in Deutschland und dem europäischen Ausland, wirkt bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für verschiedene deutsche und europäische Sendeanstalten mit und hat mittlerweile an über 80 CD-Produktionen teilgenommen. Seit 1992 ist er Dozent für Zink und Ensemblemusik an der Abteilung für Alte Musik der Musikhochschule in Leipzig. Dort gründete er 1995 das Johann Rosenmüller Ensemble, das inzwischen den Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit bildet.

 

Jürgen Banholzer – Gesang / Kammerchor studierte Orgel in Boston, Stuttgart und Lyon, Gesang an der Schola Cantorum Basiliensis und promovierte an der Universität Mainz. Nach Jahren der Tätigkeit als Gesangssolist und Ensemblesänger widmet er sich inzwischen wieder den Tasteninstrumenten. Orgelkonzerte in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz. Als Continuospieler auf Cembalo und Orgel ist er dem Johann Rosenmüller Ensemble unter Arno Paduch eng verbunden und war Gast bei Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester und dem Balthasar-Neumann-Ensemble. Zusammen mit der Salteriospielerin Margit Übellacker gründete er das Ensemble La Gioia Armonica. Seit einigen Jahren unterrichtet er Gesang und vokale Kammermusik bei den Internationalen Alte Musik Sommerkursen Valtice.

 

Tom Werzner – Continuo-Begleitung studierte Cembalo, historische Improvisation, sowie Komposition/Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und lässt sich derzeit im Kirchenmusikalischen Seminar der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle (Saale) zum C-Kantor ausbilden. Daneben arbeitet er als Chorleiter, Lehrkraft für Musikpädagogik und ist regelmäßig an den historischen Orgeln des Doms zu Halle (Saale) und der Nikolaikirche Leipzig zu hören. Als Gründungsmitglied gehört er zur Kernbesetzung des Ensembles für historisch informierte Aufführungspraxis „La Protezione della Musica“. Dessen rege Konzerttätigkeit sowie die Teilnahme an einer Vielzahl überregionaler Musikfestivals führten ihn als Continuo-Spieler bereits auf die Bühnen zahlreicher Kirchen und Konzerthäuser des nord- und mitteldeutschen Raumes sowie nach Frankreich, Dänemark und Polen.