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Wochenende der Barockmusik

 

Weiterbildung für Lehrer und Musikinteressierte

 

„Von den Madrigalen“

 

Dozentin: Prof. Dr. Silke Leopold, Heidelberg

Samstag, 24. - Sonntag, 25. September 2011

Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz


Teilnehmer

Lehrer und Musikinteressierte

 

Zeitplanung

 

Samstag, 24. September 2011

Weiterbildung
9.30 - 17.00 Uhr

Konzert
19.30 Uhr Kirche St. Leonhard Bad Köstritz 
Italienische Madrigale von Heinrich Schütz und seinen Zeitgenossen
Ensemble amarcord, Leipzig

 

Sonntag, 25. September 2011

Weiterbildung
9.30 - 14.00 Uhr

Konzert
15.30 Uhr Kirche St. Leonhard Bad Köstritz
„Vasto mar – Weites Meer“
Italienische Madrigale von Heinrich Schütz und seinen Zeitgenossen
Johann Rosenmüller Ensemble

 

Bekanntlich legte vor 400 Jahren Heinrich Schütz sein „Gesellenstück“, sein Opus 1, seine Italienischen Madrigale vor. Die Abschlussarbeit seines Musikstudiums bei Giovanni Gabrieli sollte zeigen, was er in Italien gelernt hatte. Schütz widmete diese Sammlung seinem Gönner Landgraf Moritz von Hessen. Mit dem letzten Madrigal huldigte Schütz – wohl mit einem eigenen Text – Moritz dem Gelehrten, seinem Entdecker. Anlass genug, sich am Wochenende der Barockmusik im Jubi-läumsjahr des Opus 1, dem Madrigal im allgemeinen und denen von Heinrich Schütz im besonderen zu widmen.

Was ist das besondere Kennzeichen eines Madrigals? Warum lernte man Komponieren gerade an dieser Gattung? Warum war diese Gattung in Italien so beliebt und in Deutschland bei weitem nicht so populär? Zeigt sich schon im Opus 1 der „Meister-Komponist“ oder ist es „nur“ eine „Schülerarbeit“? Wie sind die Schütz’schen Madrigale im Vergleich zu anderen Sammlungen seiner Zeit? Sind sie in Deutschland und/oder Italien rezipiert worden?

1653 gab der Schütz-Schüler und -Schwager Caspar Ziegler eine Abhandlung über das Madrigal heraus, das für unser Wochenende der Barockmusik den Titel lieferte: „Von den Madrigalen“. Ein Schütz-Brief dient der Abhandlung als Vorwort.

Ergänzt wird die historische Herangehensweise durch zwei Konzerte: Ensemble amarcord aus Leipzig und das Johann Rosenmüller Ensemble unter der Leitung von Arno Paduch werden Madrigale aus der Schütz’schen Sammlung mit Kompositionen seiner Zeitgenossen und Mitschüler kombinieren.

 

Silke Leopold, in Hamburg geboren, ist Ordinaria für Musikwissenschaft und Direktorin des Musikwissenschaftlichen Seminars der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Sie studierte in Hamburg und Rom, wo sie nach der Promotion drei Jahre als Forschungsstipendiatin des Deutschen Historischen Instituts arbeitete. Als Assistentin von Carl Dahlhaus lehrte sie an der TU Berlin, außerdem von 1985-1986 an der Harvard University und 1988 an der Universität Regensburg. Von 1991-1996 war sie Ordinaria für Musikwissenschaft an der Universität/Gesamthochschule Paderborn und der Musikhochschule Detmold. Ihre Veröffentlichungen umfassen ein breites Spektrum der Musikgeschichte vom 15. bis ins 20. Jahrhundert, mit einem Forschungsschwerpunkt im Bereich der italienischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Ihre Monteverdi-Monographie (1982) erschien 1991 auch in englischer Sprache. Ihre zweibändige Habilitationsschrift unter dem Titel Al modo d'Orfeo. Dichtung und Musik im italienischen Sologesang des frühen 17. Jahrhunderts wurde 1995 veröffentlicht. Weitere Buchveröffentlichungen sind das gemeinsam mit Robert Maschka verfasste Who's who in der Oper (1997) sowie der Symposiumsbericht Claudio Monteverdi und die Folgen (1998). 1999 erschien im Metzler-Verlag der von ihr konzipierte und gemeinsam mit Ullrich Scheideler herausgegebene Oratorien-Führer. In der Reihe „Handbuch der musikalischen Gattungen“ erschien 2004 ihr Band „Die Oper im 17. Jahrhundert“.

 

Silke Leopold, Dent-Medal-Preisträgerin 1986, war von 1993-2001 Vizepräsidentin der Gesellschaft für Musikforschung; sie ist Mitglied im Zentralinstitut für Mozartforschung der Stiftung Mozarteum Salzburg sowie Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Seit September 2001 ist sie Prorektorin für Lehre der Universität Heidelberg. Sie ist Gründungsmitglied und Vorsitzende der Schütz-Akademie e. V. , dem Förderverein des Heinrich-Schütz-Hauses.