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Rogier Michael

 

Musikerkollege Rogier Michael um 1552/4 - 1619
um 1552/4 Mons/Hennegau

kam als Kind mit Eltern nach Wien

Vater: Tenor in der Wiener Hofkapelle

Singknabe der Kaiserlichen Hofkapelle in Wien

Fürstlicher Leichenzug
1564 Singknabe der Hofkapelle des Erzherzogs Karl II. in Graz

Kapellmeister: zunächst Johannes de Cleve dann Annibale Padovano

1569 - 1572 ging auf Anraten von Padovano zum Musikstudium bei Andrea Gabrieli nach Venedig
1572 - 1574 Tenorist in der Ansbacher Hofkapelle
1574 auf Empfehlung der Fürstin Emilia, der Schwester des Sächsischen Kurfürsten August, kam er als Singer und Musico an die Dresdner Hofkapelle (Anstellungs-Revers vom 10. Februar 1575)
Mai 1578 1. Ehe
12.12.1587 Hofkapellmeister in Dresden als Nachfolger von Georg Förster - diente 45 Jahre unter vier Kurfürsten am Dresdner Hof

der „alte Capellmeister“: zu seinen Schüler zählte u. a. Johann Hermann Schein (1599 - 1603)

1592 Sohn Tobias geboren (1592 - 1637): wurde 1631 Nachfolger von J. H. Schein im Amt des Leipziger Thomaskantors
1593 Der ander Theil: die gebräuchlichsten und vornehmbsten Gesenge D. Mart. Luther und anderer frommer Christen: itzo auffs neue mit fleis componieret und den Choral durchaus in Descant geführet, Dresden, 53 4st. Choralsätze im Kantionalsatz
1599 Introitus, Sammlung von 52 5st. Motetten - 1603 gedruckt
1602 Die Empfangnis unseres Herrn Jesu Christi . . . nach Lukas und Matthaeus, 6st. (Weihnachtshistorie)
1611 2. Ehe mit Sara, der Tochter des Dresdner Kapellknabenpräzeptors
ab 1613 Michael Praetorius als „Assistent“ eingestellt, später Heinrich Schütz, der sein Nachfolger wurde
1619 im Sammelwerk Angst der Hellen und Friede der Seelen von Burkhard Großmann mit einer Vertonung des 116. Psalms vertreten - wahrscheinlich seine letzte Komposition
nach 25.1.1619 Dresden