zurück SWV 190
Becker Psalter - Psalm 92 - Es ist fürwahr ein köstlich Ding
vorwärts

Linie

Originaltext

  1. Es ist fürwahr ein köstlich Ding,
Wenn man dem Herren dankt und singt
Zu Lob seim heilgen Nam,
Des Morgens Gottes Gnad wird kund,
Des Nachts man seine Wahrheit rühmt.

2. Auf zehen Saiten Psalterspiel,
Die Harfen gut ich brauchen will,
Singen mit fröhlichm Mut,
Die Werk des Herren weit bekannt
Rühmen die Gschäfte seiner Hand.

3. Herr, wie sind deine Werk so groß,
Tief deine Gedanken ohne Maß!
Ein Törichter glaubts nicht,
Der Narr, der gibt kein Achtung drauf,
In Tag lebt hin der größte Hauf.

4. Der Gottlos grünt wohl eine Zeit,
Gleichwie das Gras auf grüner Heid,
Er steht in voller Blüt,
Bis ihn vertilget mächtiglich
Dein Hand immer und ewiglich.

  5. Du, Herr, der Höchste bist allein
Und wirst es auch wohl ewig sein,
Sieh an, Herr, deine Feind,
Die Feinde kommen um zur Stund,
Die Übeltäter gehn zu Grund.

6. Mein Horn das wird erhöhet wohl,
Du salbst mein Haupt mit frischen Öl
Trotz meinen Feinden all,
Ich werd meine Lust hörn und sehn,
Wie die Boshaftgen untergehen.

7. Den Grechten wird man fröhlich schaun
Recht grünen wie ein Palmenbaum,
Wie Zedrn auf Libanon,
Gepflanzet in dem Haus des Herrn,
In sein Vorhöfen grünen werdn.

8. Ob sie denn auch gleich werden alt,
Bleiben sie doch stets wohlgestalt,
Fruchtbar und frisch sie sein,
Der Herr ist fromm zu aller Frist,
Mein Hort, bei ihm kein Unrecht ist.

 
[NSA Bd. 40]

Linie